Wissenswert!

Die häufigsten Erdbeerkrankheiten:

Grauschimmel der Erdbeeren

Der Pilz befällt vor allem Früchte und Blumen. Die befallenen Blumen werden braun und verdorren, und auf den Früchten erscheinen Fäulnisflecken. An der befallenen Stelle entwickelt sich ein grauer, stäubender Sporenbelag. Die Entwicklung der Krankheit begünstigt feuschtes und warmes Wetter.

Weißfleckenkrankheit der Erdbeerblätter

Die Symptome erscheinen zuerst in Form von kleinen, braunen Flecken, die – wenn sie größer werden – zu grauweißen, rot-braun umgebenen Flecken werden. Sie treten hauptsächlich auf Blättern und Kelchblättern auf, die bei starkem Befall verdorren. Manchmal, besonders unter Abschirmungen, können die Symptome auf Früchten auftreten (trockene, kleine Flecken rund um befallene Samen).

Rotfleckenkrankheit der Erdbeerblätter

Die Symptome treten vor allem auf Blättern und Kelchblättern in Form von zahlreichen kleinen, braunen Flecken. Erste Symptome erscheinen auf älteren Blättern. Befallene Blätter werden gelb, rot und verdorren schnell.

Verticillium der Erdbeere

Die Symptome treten meistens auf einjährigen Pflanzen auf. Am Anfang verwelken und sterben die ältesten, äußeren Blätter, und dann die ganzen Pflanzen. Massenabsterben der Pflanzen wird meistens nach Einpflanzung einer anfälligen Erdbeersorte auf stark verseuchtem Feld (Stellen nach Gemüse-, Kartoffeln-, Erdbeeranbau). Der Pilz befällt Wurzeln, dann wächst er bis zur Krone und zu den Blätterstielen und verursacht trockene, gut sichtbare Necrosis ihrer Basis.

Mehltaupilz der Erdbeere

Weißer, mehlartiger Befall tritt am intensivsten auf der unteren Blattseite, die sich charakteristisch „bootartig“ nach oben zusammenrollen. Der Befall von Myzelium und Sporen kann auch auf anderen Organen der Pflanze oberhalb der Erdoberfläche auftreten. Auf stark befallenen Blättern entstehen breite Necrosen, manchmal gibt es rotbraune Flecken, die an der Blattoberseite gut sichtbar sind. Der Mehltaupilz tritt besonders stark bei dem Anbau unter Schutz und auf Setzlingen auf Mutteranpflanzungen auf.

Antraknoza der Erdbeere

Die Pilze befallen alle oberirdische Organe der Erdbeere. Die Krankheit tritt vermehrt bei heißen und feuchten Sommern auf. Infolge des Befalls entwickeln sich trockene, dunkelbraune Necrosen, auf denen (bei feuchten Bedingungen) hellrosa Sporenanhäufungen sichtbar sind. Der Befall der Erdbeerkrone, wo sich trockene, hellbraune Fäulniss entwickelt, verursacht plötzliches Absterben der Pflanzen.

Wiederholende Sorten


Selva*

Herkunft: UC Davis, Vereinigte Staaten von Amerika.

Pflanze: Sie zeichnet sich durch starken Wuchs der Pflanzen aus, die einen recht lockeren Habitus aufweisen. Die Pflanze bedarf starker Düngung, feuchter Böden und Spritzung gegen Wanzen bei der Sommer-Herbst-Ernte.

Früchte: Sind groß, manche sogar sehr groß, nicht besonders gleichmäßig in der Form. Die Farbe der Haut ist hellrot bis orange, mit starkem Glanz, manchmal an den Fruchtspitzen heller. Geschmack mittelmäßig. Die Sommer-Herbst-Ernte kann bedeutend vergrößert und beschleunigt werden, wenn die Blüten in der Frühlingszeit entfernt werden.

Erntezeitraum: Diese Erdbeersorte wiederholt das Tragen der Früchte (Juni, und dann August bis zum Frost). So ist es in dem zweiten Jahr nach der Pflanzung. In dem ersten Jahr beginnt Selva im Juli, Früchte zu tragen, und führt es bis hin in den Herbst weiter.

Verwendung: Typische Dessertsorte.

Vorzüge: Sie verträgt gut langen Transport und Aufbewahrung in Zimmerbedingungen. Diese Sorte ist resistent gegen Krankheiten des Wurzelsystems.

Schwachstellen: Diese Sorte friert einfach durch – im Winter sollen die Pflanzen mit Stroh oder Faserrohstoff bedeckt werden. Die Früchte werden geringfügig vom Grauschimmel befallen.

* Lizenzen habende Sorten, die weder vermehrt noch verkauft werden können, und die auch - gemäß der neuen Gesetzgebung - nicht für Eigenbedarf vervielfältigt werden können



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